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(Wander)Bäume gegen Hitze in der Stadt

Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, werden von der zunehmenden Hitze und Hitzewellen besonders stark getroffen. Denn als Fußgänger*in spürst du sofort, wo Schatten und Begrünung fehlen. Das ist besonders dramatisch, da Menschen, die zu Fuß Gehen am klimafreundlichsten unterwegs sind und die Hitze nicht noch zusätzlich verstärken (so wie es Kfz tun). Deshalb müssen Städte und Gemeinden alles daran setzen, das Zu Fuß Gehen als klimafreundlichste Mobilitätsform bestmöglich zu unterstützen!

Für manche Menschengruppen ist ein längerer Aufenthalt oder das Warten in der prallen Sonne (zum Beispiel an Ampeln) eine wirklich ernstzunehmende Gefahr:

  •  für Ältere Menschen über 65 Jahre oder Babies
  • für Menschen mit Mobiliätseinschränkungen oder anderen Behinderungen (dazu zählen auch alle Menschen mit chronischen Erkrankungen!)

Gerade dort wo sich die Hitze am meisten staut, viele Menschen sehr dicht leben oder sensible soziale Nutzungen und wenig Grünraum in der Nachbarschaft vorhanden sind, müssen Städte und Gemeinden zuerst handeln.

Eine schnelle Abhilfe wäre zum Beispiel die Bevorrangung von Zu Fuß Gehenden an Ampelschaltungen, also eine „Grüne Welle“ für den Fußverkehr. Die wirksamste Maßnahme gegen Hitze in unseren Siedlungsgebieten ist aber Begrünung!

Bäume spenden Schatten und kühlen durch Verdunstung

In vielen Straßen sind immer noch bis zu zwei Drittel der Fläche für das Abstellen und Fahren von Kfz reserviert. Bei Lufttemperaturen von mehr als 30 Grad heizen sich diese Straßen besonders auf und kühlen auch Nachts nur langsam ab. Die gute Nachricht: In vielen Straßen ist großzüger Raum für Nachbegrünung vorhanden! Parkspuren bieten das größte Potenzial zur flächendeckenden Nachbegrünung in urbanen Gebieten. Auf Parkspuren ist genug Platz für Baumpflanzungen, am besten im besonders nachhaltigen Schwammstadtprinzip (dann sind auch Einbauten im Untergrund kein Problem). Baumreihen auf sonnenexponierten Straßenseiten beschatten die Gehsteige und schützen so die Menschen, die unter ihnen zu Fuß Gehen oder sich im Schatten ausruhen.

Hauptforderungen gegen Hitze in urbanen Gebieten
  • Schatten und kühlendes Grün: Baumreihen in allen überhitzten Straßen.
  • Kühle und konsumfreie Rastplätze: Sitzgelegenheiten und Trinkbrunnen in kurzen Abständen in Baumnähe sorgen für kühle Rastplätze.

Zusätzlich zu Bäumen gehören auch Sitzgelegenheiten und Trinkbrunnen in kurzen Abständen zur neuen klimafitten Standardausstattung für Straßen! Davon profitieren dann nicht nur alle, die zu Fuß Gehen, sondern alle, die in begrünten Straßen leben, zur Schule Gehen, Einkaufen oder Arbeiten. Kurz also: ALLE Menschen in der Stadt!

Wichtig zu wissen: Bäume können erst ab einem Alter von ca. 30 Jahren ihre volle Kühlwirkung entfalten. Deswegen ist es für Gemeinden umso wichtiger SOFORT zu handeln und die wachsende Bedrohung, die die zunehmende Hitze darstellt, nicht gleich nach dem Sommer wieder zu vergessen.

Die Geht-Doch Wanderbäume als temporärer Prototyp

Der Wanderbaum bringt Platz zum Rasten, Schatten und Natur in graue Straßen zurück. Der Wanderbaum lässt sich schieben wie eine Scheibtruhe. Damit ist er ein flexibles und schnell einsetzbares „Tactical Urbanism“ Werkzeug für die temporäre Umgestaltung von öffentlichem Straßenräumen. Geht-Doch hat 3 Wanderbäume in Wien, die jeweils für ein paar Tage oder Wochen ausgeborgt werden können. Bei Interesse, kontaktieren Sie uns bitte per Mail.